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Die Speisen "giurgintane"

Wer Agrigento besucht muss auch die typischen "pietanze giurgante" probieren, mit all der Feinkost die das Land bietet.

 

Wer in der Stadt der Tempel ankommt wird köstliche Speisen finden, die verschiedene Aromen vereinen und so leidenschaftlich sind wie eine Umarmung einer schönen Sizilianerin. Von der Vorspeise bis zum Nachtisch sind die Speisen so köstlich, dass jeder Tourist nach seinem Urlaub wohl eine Diät machen müssen wird um wieder in seine alte Form zu gelangen. Selbstverständlich sind alle Leckereien die in den Bäckereien und Pasiccerien in den Fensterläden ausgestellt sind handgemacht und stellt die Besucher jeden Morgen vor die neue Herausforderung, was man nun zum Frühstück wählen sollte. Die Königin der sizilianischen Süßspeisen ist eindeutig die Cassata. Sie können den Tag aber auch mit einem Gebäck prall gefüllt mit Creme oder Ricotta beginnen oder Sie gönnen sie den König der sizilianischen Süßspeisen, seine Majestät, den Cannolo. Oder warum nicht auch einen “cciarduni” probieren, eine typische Süßigkeit aus Agrigento die mit Ricottacreme umhüllt und gehackten Mandeln bedeckt ist. Oder ein Stück "rustikale" Torte, auch diese mit Ricotta und Mandeln, welche den Namen "giurgintane" trägt?

Wenn Sie anstatt sahniger oder cremiger Süßspeisen eher "trockene" Süßspeisen lieben empfehlen wir ihnen  die mit Mandeln oder Pistazien gefüllt Gebäck.

Im Herbst werden sie zum Andenken an die verstorbenen die farbenfrohen Frutti (Früchte) di Marturana finden oder auch die weißen Carcagnette, die unheimlicherweise auch Knochen der Toten genannt werden.

Wenn Sie sich allerdings zur Osterzeit in der Stadt der Tempel aufhalten empfehlen wir Ihnen die Marzipanlämmer mit einem Hauch von Pistazie zu probieren. Die Lämmer sind ein exklusives Produkt, da sie ausschließlich aus Pistazien und Mandeln aus der Region gefertigt werden. Auch aus Mandeln der Region werden A Cubaita, sizilianischer Torrone, Kekse, Marzipanfrüchte und Mandeltorten gefertigt. Dies sind nur einige der Süßspeisen die man probieren sollte, wenn man nach Agrigento kommt.

Wenn Sie aber etwas außergewöhnliches probieren möchten, wagen Sie sich an die Mastazzola. Dies sind Kekse dessen Teig mit Wein und einer Prise schwarzem Pfeffer hergestellt wurde. Es handelt sich hierbei um eine wahre Leckerei, die Sie zusammen mit dem Wein Zibibbo zu sich nehmen sollten.

 

Einer der Favoriten der Süßspeisen Agrigentos ist aber auch das Eis. Wenn Sie also im Sommer Urlaub auf Sizilien machen sollten Sie jeden Tag eine andere Sorte probieren. In Agrigento aber auch am Strand in San Leone werden Sie jede Möglichkeit haben Ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Ob eine Waffel oder eine weiche Brioche, sicherlich werden Sie in keiner anderen Region ein ähnlich gutes Eis entdecken.

Um 13.00 Uhr, wenn es Zeit zum Mittagessen ist, können Sie dann eines der zahlreichen Restaurants besuchen um die typischen Spezialitäten aus Fisch oder Fleisch zu probieren. Wie klären Sie über einige der typischen Gerichte auf, die Sie auf den Speisekarten der Restaurants finden werden, angefangen mit den Antipasti aus Gemüse oder Fisch.

Dank der Erfahrung bei der Zubereitung von Gemüse erwartet sie eine traditionelle ländliche Küche die in ihrer Einfachheit, mit etwas Olivenöl extra vergine verfeinert und verschiedenen Aromen gespickt, eine intensive Geschmacksexplosion auslöst.

Normalerweise Antipasti rustico genannt, erwarten Sie die Chiappe (Tomaten die unter der Sonne getrocknet und dann in Öl eingelegt wurden), sowie “Milinciani fritti”, Carciofini sott'olio (Artischocken in Öl), caponata di carciofi (ein Gericht mit Artischocken), caponata di melenzane (ein Gericht mit Auberginen), “Olivi 8Oliven) scacciati”, Passuluna (schwarze gebackene Oliven oder Pannele und Crocchette aus Kartoffeln. Außerdem werden Artischocken, Auberginen und Zucchini frittiert, ein wahrer Genuss.

 

Auch der Fisch spielt eine wichtige Rolle bei den Antipasti. Immer frisch und von der eigenen Küste wird er in Form von Salat mit Meeresfrüchten und Tintenfisch, Scampis, Miesmuscheln oder Venusmuscheln oder gestampften rohen Scampis und paniertem Schwertfisch serviert. Es gibt auch Sardinen "a beccafico", zubereitet mit Paniermehl, Aromen, Pinienkernen und Rosinen.

Jedes Restaurant bietet zusätzlich zu den zahlreichen Vorspeisen eine typische aber kreative sizilianische Vorspeise.

Wir möchten Ihnen jedoch einige typische sizilianische Vorspeisen vorstellen: Pasta mit Sardinen, Rigatoni mit Salsiccia (typische sizilianische Wurst) und Blumenkohl, sowie Pinienkernen und Rosinen, oder mit kleinen Blumenkohlröschen und geriebenem Pecorinokäse (im "giurgintanischen" Dialekt wird dieses Gericht "a pasta cu sparadeddu" genannt).

Die Cavatelli aus frischer Pasta nach giurgintana Art, mit Tomatensoße, frittierten Auberginen, Basilikum und salzigem Ricotta sollten Sie probieren. Oder die Spaghetti alla Carrettiera mit grünen Tomaten, Bohnen und Ricotta oder aber auch Maccheroncini mit Pistazien und den typischen Nudelauflauf (Pasta al forno), der auch "timballo di pasta" genannt wird.

Geschmacksexplosionen bieten auch Gerichte bei denen die Hackfleischsoße mit frischen Tomaten, Pecorino- oder Caciocavallokäse, Ei, Paniermehl und Auberginen eine große Rolle spielen. Es handelt sich meist um eine große Portion nach der man es nicht schafft noch etwas anderes zu essen.

Der Fisch ist eine wichtige Basis bei der Herstellung von Soßen und Vorspeisen: Spaghetti mit Hummersoße, Spargel und Garnelen mit Meeresfrüchten, Scampis oder Risotto mit Krabben und Artischocken sind nur einige köstliche Vorspeisen.

 

Bevor wir mit den Vorspeisen durch sind müssen noch die Suppen und Minestronen erwähnt werden. Eine der beliebtesten Suppen ist die "u maccu". Eine Creme aus Bohnen mit Nudel die ursprünglich aus dem Ort Raffadali kommt. Und natürlich auch die einfachen Kohl- oder Linsensuppen.

 

Wenn wir über den Hauptgang sprechen verdienen die Gerichte auf Fleischbasis ein Kompliment. Es werden deftige Grillteller mit Schwein-, Lamm- und Kalbskoteletts oder leckere Salsiccia mit Peperoni, Sesam und Fenchel serviert.

Und das Kaninchen “all'agru-duci” (süß-sauer) mit Sellerie, Oliven, Zwiebel, Knoblauch und Kräutern oder das Zicklein mit Kartoffeln und Zwiebeln oder auch die sizilianischen Involtini (Rollen) mit Paniermehl, Käse, Pinienkernen, Rosinen oder das Filet mit Orangensaft und viele andere Spezialitäten werden Ihren Urlaub in Agrigento verfeinern.

In manchen Restaurants findet man an festgelegten Tagen einige typische Gericht die man unbedingt probieren sollte, wie z.B. die “roba cotta”. Hierbei handelt es sich um ein Gericht aus Innereien von Kalb und Lamm mit Öl und Limone. Außerdem gibt es meist noch ein Gericht Kutteln (u zirenu) oder auch einen Schweinefuß (u pedi di porcu) sowie Blutwurst (u sancunazzu), die mit dem gekochten Kalbsblut, Aromen und Pfeffer gemacht ist.

 

Wenn wir aber den Fisch sprechen muss gesagt werden, dass alle Restaurants exklusiv nur den Fisch der Region verwenden. Sie müssen also nur noch wählen ob Sie diesen gekocht, gegrillt oder gedünstet genießen möchten.

Bei der Erwähnung des Fisches müssen wir auch das Couscous erwähnen, jedoch wird dieses auch immer mit den typischen Süßspeisen aus Agrigento in Verbindung gebracht. Tatsache ist, dass die lokale Gastronomie Agrigentos somit eine Zutat in zwei komplett verschiedenen Spezialitäten verwendet, eventuell ist dies einzigartig in der Welt.

Geschichtlich gesehen hat der Couscous seinen Ursprung in der arabischen Küche und wird normalerweise mit Hammelfleisch, scharfer Tomatensoße, Grieß, Peperoni, Kartoffeln und verschiedenen Gewürzen serviert. In Sizilien wird der Couscous, der mit der arabischen Invasion auf die Insel gekommen ist allerdings aus Hauptzutat angesehen, welche z.B. mit Fisch serviert wird. Aus dem Couscous wird in Agrigento auch eine Süßspeise gefertigt, das Rezept kommt aus dem Kloster Santo Spirito. Dieses Dessert wird nach einem Geheimrezept mit Mandeln und Pistazien hergestellt.

 

Hier stellt sich die Frage: Ist der Couscous mit Fisch oder als Dessert leckerer? Die einzige Lösung bleibt beides zu probieren, natürlich zusammen mit einem guten Weißwein oder auch mit einem guten Zibibbo oder dem Inziola.

 

Wenn Sie allerdings eine Vielzahl der warmen Speisen probieren möchten sollten Sie mit den Arancini di riso con carne o mozzarella (Reisbälle mit Fleisch oder Mozzarella), den Rizzuole, den Ravazzate oder den Sfoglie mit Hackfleisch und Erbsen beginnen.

Dann gibt es auch noch die Calzoni, frittiert oder aus dem Ofen und mit Mozzarella und Schinken gefüllt, sowie die Mmiscate aus Brotteig mit Schmalz, gefüllt mit Käse, Oliven und Salsiccia oder Oliven, Mortadella und Käse oder auch mit Blumenkohl, Zwiebeln und Käse.

 

Bei den Pizzen konzentrieren wir uns auf die typischen und lokalen Leckereien die traditionell in Pizzerien serviert werden oder auch in kleinen Lokalen als Pizzastücken. Von diesen kleinen Lokalen finden sie eine Vielzahl auf den Straßen, hier gibt es auch Variationen der Pizza wie Pizza di San Calò, “ u sfingiuni” und “cudduruni”. Diese werden je nach Füllung und Herstellung nochmal in einzelne Kategorien aufgeteilt. "U sfingiuni" ist zum Beispiel typisch für Palermo und ist eine Art Pizza mit Tomaten, Zwiebeln, Pecorinokäse und grobem Salz und Sardinenstücken oder mit Kartoffeln, Tomaten, Zwiebeln, Käse oder auch "alla carrittera" mit Knoblauch, Sardinen, Käse, Oregano oder auch in vielen vielen anderen Variationen.

 

U cudduruni” hingegen wird aus zwei Nudelschichten gemacht die mit Gemüse, Hackfleisch, Käse, Tomaten, Erbsen, Zwiebeln und Gewürzen gefüllt ist oder aber auch mit Ricotta, Schinken und Spinat. Diese Spezialität sollten Sie sich vor Ort empfehlen lassen, wie auch "u sfinuini".

 

 

 

Das Rezept(für 4 Personen)

Frische Cavaletti Nudeln alla giugintana

 

Zutaten: - Für den Nudelteig: 500 gr Mehl - 2 Auberginen - 1 kg geschälte Tomaten - geriebener Pecorino - Basilikum – Peperoni - Zwiebeln - Olivenöl extra vergine - Salz

 

Kneten Sie den Teig und lassen Sie ihn 15 Minuten ruhen. Machen Sie kleine "Schlangen" aus dem Teig und schneiden Sie diese in circa 2 cm lange Stücke. Drücken Sie diese auf einem Holzbrett etwas platt und lassen Sie sie auf einem Leinentuch trocknen.

Schneiden Sie die Aubergine in Würfel und frittieren Sie sie. Braten Sie die Zwiebeln an und geben Sie die geschälten Tomaten hinzu. Wenn die Soße fertig gekocht ist machen Sie den Ofen aus und geben die abgetropften Auberginen hinzu (das Öl der Auberginen aufbewahren).

Kochen Sie die Nudeln und geben Sie sie in eine mit Butter gefettete Backform um Sie anschließend mit der Soße zu vermengen. Geben Sie am Ende Basilikum und Pecorino hinzu und stellen Sie alles bei 200 Grad für circa 15-20 Minuten in den Ofen.

 


Beschreibung
Name: Die Speisen "giurgintane"
Nächte
1